Emailer

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Emailer

21.09.2016

Auf diesen Transformer haben die FME-Nutzer lange warten müssen. Wollte man früher aus dem Workspace-Prozess heraus ein E-Mail verschicken, so ging das nur indem man einen komplizierten Weg über ein Python-Skript ging, den man mittels des PythonCaller-Transformers an der entsprechenden Stelle im Workspace platzierte. Mit FME 2016 hat man endlich mit dem Emailer den Transformer, der E-Mails ohne Zuhilfenahme von Python aus FME heraus verschickt. Alles was man dazu braucht ist ein SMTP-fähiger Server über den die E-Mails versendet werden (z.B. smtp.gmail.com). Der Transformer verschickt dann für jedes Feature, welches durch ihn durchläuft ein neues E-Mail an den eingestellten Adressaten mit dem angegebenen Inhalt und eventuellem Anhang.

 

So kann man z.B. in einen automatischen Beladungsprozess Abfragen einbauen, die die Richtigkeit der geschriebenen Daten gewährleisten. Entspricht ein Feature mal nicht den geforderten Richtlinien, so wandert es direkt von dem Filter-Transformer (z.B. Tester, GeometryFilter etc.) an den Emailer. Diesem wird die E-Mail-Adresse des für den Datensatz zuständigen Mitarbeiters übergeben, die sich z.B. in einem Attribut des eingehenden Features befindet und der Mitarbeiter bekommt eine Benachrichtigung, dass ein Objekt in seinem Datensatz nicht in die Datenbank geschrieben werden konnte. Zusätzlich bekommt er als weitere Information die genaue Fehlermeldung, die zuvor noch in einem AttributeManager generiert und ebenfalls an den Emailer übergeben wurde.

 

Im Zusammenhang mit dem FeatureWriter kann das Feature vor dem E-Mail-Versand, aus dem FME-Prozess heraus, in eine Datei (z.B. GML, Shape, FFS) herausgeschrieben und als Anhang mitversendet werden.

 

Anstelle einer Datei reicht dem zuständigen Mitarbeiter aber unter Umständen auch nur das Wissen über die Lokation des jeweiligen Features um herauszufinden, warum dieses Feature das im E-Mail übermittelte Kriterium nicht erfüllt. Eine sehr einfache Möglichkeit genaue Lokationen abzufragen bietet der Internet-Service what3words. Dieser Service erstellt für die gesamte Welt anhand eines 3m x 3m Rasters eindeutige IDs, die sich aus einer Kombination aus 3 Wörtern zusammensetzen. Dies ist insofern sinnvoll, als dass nicht jede Stelle auf der Welt mit einer Adresse versehen ist und eine Kombination aus drei Wörtern sicherlich einprägsamer ist als z.B. lange GPS-Koordinaten. So lautet z.B. die what3words-Adresse von axmann „frühes.bejahen.spitze“ (für alle die schon mal Probleme hatten uns zu finden).

 

Speziell für diesen Service wurden 2 CustomTransformer entwickelt, die einfach über den FMEStore in die Workbench heruntergeladen werden können. Der What3WordsEncoder übersetzt Koordinaten in eine w3w-Sequenz. Der What3WordsDecoder wandelt w3w-Sequenzen in Punkt-Features um. Alles was man dazu brauch ist eine w3w-API, die nach einer Registrierung bei what3words generiert werden kann.

 

Um zu unserem ursprünglichen Szenario zurückzukehren, kann man sich also vorstellen dass unser Fachkollege ein E-Mail mit der Fehlermeldung und der w3w-Sequenz erhält um so schnell herauszufinden, wo sich das fehlerhafte Feature genau befindet.

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