Österreichische Bundesforste

Text: DI Peter Fürst, ÖBf

 

FME und FME Server im Dauereinsatz für Wald, Wild, Wasser und Wanderer

FME spielt im organisatorischtechnischen Umfeld der Österreichischen Bundesforste AG seit Jahren eine wesentliche Rolle. Mit dem FME Server werden nun eine Vielzahl raumbezogener Fragestellungen und Herausforderungen direkt im WebGIS des

Unternehmens durch Endbenutzer gelöst. Ein leistungsfähiges WebGIS sowie moderne Desktop-Lösungen werden von 400 (räumlich verteilten) Endbenutzern und acht Spezialisten eingesetzt, um die täglichen, sehr unterschiedlichen uind teilweise anspruchsvollen Aufgabenstellungen zu bewältigen.

 

FME als „Mädchen für Alles“

  

Im Spezialistenumfeld der ÖBf kommen FME-Prozesse immer zum Einsatz, wenn beliebige Inhalte aus der zentralen Oracle-Spatial-Datenbasis des WebGIS werden mittels FME im Bedarfsfall für Kartografie oder physische Datenweitergabe extrahiert und aufbereitet. Die Möglichkeit, durch FME-Transformer gleichzeitig Koordinatentransformationen, Verschneidungen, Joins zu Sachdaten oder Berechnungen durchzuführen, steigert die Effizienz spürbar. Umgekehrt ist FME aufgrund dieser Vorteile auch für den Import unterschiedlichster zugelieferter Geo- und Sachdaten in die Datenbank das ideale Werkzeug.  

 

FME Server entlastet GIS-Team

 

„Ich muss einmal kurz an den FME-Rechner!“. Dieser früher häufig strapazierte Satz

gehört im GIS-Team der Bundesforste seit Einführung des FME-Servers im Jahr 2009 der Vergangenheit an. Erprobte und getestete FME-Prozesse werden mit wenigen Mausklicks auf dem FME-Server publiziert und stehen via Intranet allen Benutzern zur Verfügung. Benutzerparameter oder Datei-Uploads erfolgen über die integrierte Web-Oberfläche.

FME-Server und WebGIS: Eine starke Kombination für leistungsfähige interaktive Endbenutzerprozesse

So funktioniert´s

Der Endbenutzer selektiert in seiner gewohnten WebGIS–Umgebung bestehende Flächen, bildet neue, zeichnet Teilungs- und Bufferlinien ein und führt alle Eingangselemente einer definierten FMEVerschneidung zu. Dabei wird die interaktive Komponente des FME-Serverprozesses direkt über einen Button im WebGIS gestartet. Die fertigen Verschneidungsprodukte werden vom FME-Prozess direkt in der zentralen Datenbank abgelegt und stehen dem Benutzer für weitere Operationen bereits Sekunden später über ein Live-Feature im WebGIS zur Verfügung.

Das spart Zeit und entlastet die Spezialisten der GIS-Abteilung. Im Bereich der Kartografie werden immer wieder benötigte Geodaten praktisch nur noch über den FME-Server aus der zentralen Datenbank exportiert. Daten, die von den WebGIS-Endbenutzern eingearbeitet wurden, stehen über diese Strategie immer tagesaktuell zur Verfügung. Die leistungsfähigen FME-Prozesse sind in das WebGIS integriert und direkt daraus aufrufbar. Das erlaubt Mitarbeitern vor Ort, z.B. aktuelle GPS-Aufnahmen mittels FME Server direkt in die Datenbank zu schreiben. Ebenso einfach führen Benutzer komplexe räumliche Verschneidungen mit im WebGIS selbst erfassten oder selektierten Geodaten durch (siehe Beispiel links). Durch die Auslagerung der Geodaten- Prozesse auf den FME Server erstellen Mitarbeiter benötigte Daten in kürzester Zeit selbst, und der GIS-Abteilung bleibt mehr Zeit, neue und innovative Ideen umzusetzen.

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