Tunnels

Tunnels

Tunnels und mehr

01.06.2016

Es sind nicht immer die großen Dinge, die unser Herz höher schlagen lassen. Oft sind es Kleinigkeiten, die unser Leben vereinfachen. So waren es bei der diesjährigen WorldTour auch nicht die neuen Formate wie die NonSQL-Datenbanken MongoDB oder GeoCouch und auch nicht neue Transformer wie der DropboxConnector oder TempPathnameCreator, die ein Raunen im Publikum erzeugten.

 

Größter Beliebtheit erfreuten sich Features, die es ermöglichen Verbindungen zu bündeln (Junctions), verschwinden zu lassen (Tunnels und hidden Connections) sowie  Ein- und Ausgänge beliebig anzuordnen.

 

Bei komplexen Workspaces kommt es oft vor, dass Daten und Zwischenschritte, die im Zuge der Prozessierung in einzelene Teilprozesse verlagert, gesplittet oder parallelisiert wurden, zu einem späteren Zeitpunkt im Workspace wieder zusammenkommen müssen. Um lange Verbindungen, die kreuz und quer über den gesamten Workspace gehen zu vermeiden, bediente man sich bisher des Samplers, der bei Standardeinstellung keine Aufgabe erfüllt, als dass er alle ankommenden Datenströme wieder in einem einzigen Output vereinigt. In FME 2016.1 gibt es jetzt eigens dafür die „Junctions“, also Krezungen oder Schnittpunkte die ankommende Datenströme zu einem vereinigen. Das Ergebnis ist also ein sauberer und übersichtlicher Workspace ohne überflüssige Transformer.

 

Egal wie sehr man sich auch bemüht überkreuzende Verbindungen zu vermeiden, stößt man bei großen Prozessierungen dann doch immer irgendwann an die Grenzen des Möglichen und landet am Ende im gefürchteten Spinnennetz. Besonders ärgerlich ist es, wenn man z.B. an mehreren Stellen im Workpace Prüfungen durchführt und alle fehlerhaften Daten in einen bestimmten Abschnitt im Workspace schickt. Hier ist es nicht unbedingt notwendig auf den ersten Blick sehen zu können wo genau die Daten herkommen, insbesondere wenn sie den Rest des FME-Models unleserlich machen. Daher ist es jetzt möglich mit einem Rechtsklick auf die Verbindung und Benutzung der „Hide“-Option eine Verbindung verschwinden zu lassen und so gewährleisten, dass das worauf es ankommt auch lesbar bleibt. Man kann sogar schon bei der Entwicklung einen „Tunnel“ erstellen (versteckte Verbindung, die über Junctions geht) und sein Modell von Anfang an richtig planen.

 

Viele Ästhetiker bringen überkreuzte Verbindungen an benachbarten Transformer an den Rand der Verzweiflung. Z.B wenn man den Failed-Port eines Testers mit dem Clippee-Port eines Clippers und Passed mit Clipper verbinden muss, hat man keine Möglichkeit mehr eine Überschneidung zu verhindern. In FME 2016.1 reicht jetzt aber ein Rechtsclick auf den gewünschten Port und die Benutzung der „Move Up“ und „Move Down“ Funktion und es kann keiner mehr sagen, dass es nicht möglich gewesen ist sauber strukturierten und gut lesbaren Workspace zu erstellen.

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