Digitale Qualitätssicherung für Flächenwidmungspläne
Weiterführende Prüfungen der Daten kann Lennert Hammer, Mitarbeiter im Referat für Software-Entwicklung, in der FME Workbench selbst ergänzen.
Die Grafik zeigt den Workflow für die automatisierte Prüfung der Flächenwidmungsplandaten.
Die Workbench in FME zeigt die vielen Schritte, die im Hintergrund für die Datenprüfung notwendig sind.
Mit der Herausforderung der digitalen Raumplanung wurden im Land Salzburg Prozesse optimiert und mittels FME automatisiert.
Im Land Salzburg wurden Flächenwidmungspläne lange Zeit manuell digitalisiert – ein aufwendiger und fehleranfälliger Prozess. Mit der Novellierung des Raumordnungsgesetzes 2009 und der Darstellungsverordnung wurde die digitale Einbringung über die Internetapplikation „ROGServe“ verpflichtend. Die Pläne müssen seither sowohl als PDF als auch als GIS-Datensatz gemäß einer definierten Datenschnittstelle übermittelt werden.
Qualitätssicherung
Die zentrale Herausforderung war, wie die Qualität der übermittelten Daten durch die Ortsplaner im Vorfeld sichergestellt werden kann, bevor sie in den Geodatensatz des Landes übernommen werden. Die eingereichten Flächenwidmungsplandaten werden daher direkt beim Upload der Daten geprüft.
Janine Spörl vom Referat für Software-Entwicklung im Land Salzburg beschreibt die Ausgangslage so: „Die Datenprüfung gewährleistet die Übergabe ausschließlich positiv geprüfter Daten, und die einheitliche Struktur erleichtert Pflege und Aktualisierung des Geodatensatzes – messbar in höherer Aktualität, Vollständigkeit und Konsistenz.“
Automatisierte Datenprüfung mit FME
Gemeinsam mit der Firma axmann geoinformation entwickelte das Land Salzburg eine automatisierte Prüfroutine auf Basis der beschreibenden Datenschnittstelle. Diese Routine überprüft die Flächenwidmungspläne fachlich, attributiv und topologisch. Die Ergebnisse werden als Fehlerprotokoll und GIS-Datei ausgegeben – ein entscheidender Schritt zur Sicherstellung der Datenqualität.
Zum Einsatz kam dazu bislang der Online-Prüfdienst axmann geodata checker als initiales Prüftool und seit Kurzem FME Form und FME Flow für die Erstellung, Pflege und automatisierte Ausführung der Prüf-Workspaces. Künftig übernehmen FME Form und FME Flow sämtliche Prüfaufgaben und ersetzen axmann geodata checker vollständig.
Die Prüfungen erfolgen damit künftig „on-premise“ und mit der eigenen FME-Infrastruktur des Landes Salzburg. Sie lassen sich flexibel erweitern. „Weitere Prüfungen können einfach in die Workbench eingebaut werden, wir können sie erweitern oder selbst ergänzen“, erläutert Kollege Lennert Hammer den Aufbau des Workflows.
Effizienz, Qualität und Zukunftssicherheit
Die Lösung bringt spürbare Vorteile im Alltag der Raumplanung: es ermögliche eine automatisierte Datenübernahme in den GIS-Datenbestand, effiziente und ressourcenschonende Prozesse sowie eine hohe Datenqualität durch strukturierte Prüfungen.
Die Prüfroutine wird aktuell vom axmann-Server auf den eigenen FME Flow des Landes Salzburg überführt. Damit wird die Lösung noch stärker in die bestehende Infrastruktur integriert und mit weiteren Anwendungen verknüpft.
Ein verlässlicher Partner für digitale Geodatenprozesse
Die Zusammenarbeit mit axmann wird vom Land Salzburg durchweg positiv bewertet: „Die Firma axmann geoinformation zeichnet sich mit Flexibilität, hoher Zuverlässigkeit und schneller Reaktionsfähigkeit aus. Besonders die klare Kommunikation und das lösungsorientierte Vorgehen haben unsere Zusammenarbeit spürbar erleichtert.“
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung und Automatisierung die Qualität und Effizienz in der öffentlichen Verwaltung steigern können – und wie starke Partnerschaften dabei zum Erfolg führen.
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Fotos und Screenshots: © Referat Raumplanung, Amt der Salzburger Landesregierung, Bild 1: © Adobestock
"Die digitale Flächenwidmungsplan Schnittstelle ist ein wesentlicher Meilenstein der Digitalisierung der Raumplanung im Land Salzburg: Die qualitätssichernde Datenprüfung gewährleistet die Übergabe ausschließlich positiv geprüfter Daten, und die einheitliche Struktur erleichtert Pflege und Aktualisierung des Geodatensatzes – messbar in höherer Aktualität, Vollständigkeit und Konsistenz."

Über das Referat für Raumplanung im Amt der Salzburger Landesregierung
Das Referat für Raumplanung der Salzburger Landesregierung ist für die fachliche und rechtliche Betreuung der örtlichen und überörtlichen Raumordnung verantwortlich. Es unterstützt und kontrolliert Gemeinden bei der Erstellung von Entwicklungskonzepten, Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen, um eine nachhaltige Siedlungs- und Flächennutzung zu sichern. Zu den Aufgaben zählen die Beratung bei Planverfahren, die Koordination regionaler Entwicklung sowie die Bearbeitung von Sonderfällen und rechtlichen Angelegenheiten. Grundlage der Tätigkeit ist das Salzburger Raumordnungsgesetz 2009. Ziel ist eine geordnete, vorausschauende Entwicklung für Lebensqualität und Wirtschaft im Land Salzburg.
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